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Mörder Ahoi

Darsteller

Margaret Taylor Rutherford wurde am 11.05.1892 in London geboren und begann ihre Schauspielausbildung erst im Alter von 33 Jahren. Nach unzähligen kleinen Rollen wurde sie als Miss Marple, eine Romanfigur bei Agatha Christie, schließlich bekannt und berühmt.

Vor ihrer Geburt ermordete ihr Vater (der als geisteskrank galt) ihren Großvater, den Pfarrer Julius Benn. Als ein Ergebnis dieser Tragödie trug Margaret den Namen ihrer Mutter "Rutherford". Diese starb, als Margaret drei Jahre alt war. Sie wurde von ihrer Tante aufgezogen, die auch ihr musikalisches Talent erkannte. Innerhalb von sechs Jahren wurde sie zur Klavierlehrerin ausgebildet. 1911 legte sie im Alter von 20 Jahren sehr erfolgreich eine Prüfung vor der Royal Academy Of Music ab.

1925 bekam sie beim bekannten "Old Vic Theatre" in London ein Engagement als Schauspielschülerin und spielte in neun Monaten 11 Rollen. Trotzdem wurde sie wieder entlassen; in den folgenden Jahren spielte sie Rollen an verschiedenen englischen Theatern und begegnete im Jahre 1931 am Oxford Playhouse einem jungen Schauspieler, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlte: Stringer Davis. Ihre Rollen wandelten sich dabei zunehmend zu denen der alten Jungfer. Ihr energisches Auftreten und ihre raue Stimme kamen beim Publikum an.

Margaret Rutherford stieg in den folgenden Jahren des zweiten Weltkriegs zum Star auf. Sie spielte unter anderem mit großem Erfolg in "Blithe Spirit" (dt: Geister-komödie), 1941 im Theater, 1945 dann auch im Film.

MGM nutzte zwischen 1961 und 1965 ihre internationale Bekanntheit und drehte vier Agatha-Christie-Filme ("16 Uhr 50 ab Paddington", "Der Wachsblumenstrauss", "Vier Frauen und ein Mord", "Mörder Ahoi") mit ihr. In allen Filmen war ihr Mann Stringer Davis, den sie 1945 geheiratet hatte, als liebenswerter Assistent "Mr. Stringer" ihr Partner.

Agatha Christie war von der Besetzung der "Miss Marple" im Film zunächst enttäuscht, da sie die Figur in ihren Büchern weniger burschikos als in der Darstellung durch Rutherford vorgesehen hatte. Später begegneten sich die beiden Frauen und wurden enge Freundinnen.

Für die Darstellung der bankrotten Herzogin von Brighton in dem Film “Hotel International” (The V.I.P.s) gewann sie 1964 einen Oscar als beste Nebendarstellerin. Privat war sie nicht immer die starke Persönlichkeit, die sie oft spielte. Es gab einige Nervenzusammenbrüche, auch aufgrund
ihres aufreibenden Künstlerlebens. Die Angst davor, verrückt zu werden, hat Margaret Rutherford Zeit ihres Lebens verfolgt. Sie hat keinen Hehl daraus
gemacht, ihre Depressionen und Erschöpfungszustände als extremste Form der Verlassenheit beschrieben, als ihr Familienerbe, dem zu entkommen ihr nie
ganz gelang. „Arbeit kann helfen", sagte sie einmal einem Reporter der „New York Times". „Aber die Psychiatrie hat mich gerettet." In diesen Phasen zog sie sich völlig zurück, nur ihr Mann Stringer Davis durfte bei ihr sein. Dieser kümmerte sich dann auch rührend, wenn sie ihre Phasen der "Melancholie" hatte.

Im Jahre 1967 erhob die Queen sie in den Adelsstand. Margaret Taylor Rutherford starb 1972 im Alter von 80 Jahren. Stringer Davis (* 4. Juni 1899 in
Birkenhead, Cheshire; † 29. August 1973 in Chalfont St. Giles, Buckinghamshire;) war von 1945 bis zu ihrem Tod 1972 mit Margaret Rutherford verheiratet. An ihrer Seite spielte er in verschiedenen Verfilmungen der Miss-Marple-Romane von Agatha Christie die Rolle des Mr. (Jim) Stringer, den Vertrauten von Miss Marple, der in den literarischen Vorlagen jedoch nicht vorkommt. Margaret Rutherford hatte darauf bestanden, dass ihr Ehemann in den Filmen mitspielt, und so wurde eine Rolle für ihn dazugeschrieben. In Deutschland wurde Stringer Davis von dem Schauspieler Walter Bluhm synchronisiert, der auch Stan Laurel seine Stimme lieh. 1973 starb Stringer Davis 74-jährig.


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